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Archiv der Kategorie ‘Strategieentwicklung‘


16. März 2009

Götz Werner kritisiert aktuelle Personalentwicklungsstrategie vieler Unternehmen

“Je schwieriger die Verhältnisse sind, desto wichtiger sind
qualifizierte Mitarbeiter.
Viele Unternehmer meinen, Personalarbeit sei nicht ihr Core-Business – und sparen dann zum Beispiel bei der Ausbildung. Sie merken gar nicht, dass sie an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen.”

Recht hat er mal wieder, dieser Götz Werner.

Das komplette Interview, in dem er das gesagt hat finden Sie hier bei HRM.de:
“Je mehr Persönlichkeiten im Laden stehen, desto besser fürs Geschäft.”

Stimmt auch.

18. Februar 2009

Modelle und Tools zur Entscheidungsfindung

Als Berater und Coach arbeite ich viel und gerne mit ausgewählten Modellen und Tools, die helfen Entscheidungen zu erleichtern und in ihrer Qualität zu verbessern.
Modelle sind eine große Hilfe, weil sie die Komplexität eines Problems reduzieren und es somit leichter bearbeitbar machen.
Ja, und da liegt natürlich auch das Risiko: Wenn wir Komplexität reduzieren, wird es immer die Gefahr geben, diese zu stark zu reduzieren oder wichtige Aspekte auszublenden.
Deshalb ist es wichtig, möglichst viele Modelle zu kennen um dann – je nach Situation – das richtige auszuwählen oder verschiedene zu kombinieren. Denn erst durch seine Passung wird ein Modell zum sinnvollen Werkzeug – zum Tool, das uns hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.
Wer nur einen Hammer kennt, reduziert jedes Problem auf zuschlagen oder nicht zuschlagen.

Und: Auch wenn laut Modell die Lösung X richtig wäre, unsere Intuition/unser Bauchgefühl aber für Y spricht, sollten wir dies ernst nehmen und das Ganze noch einmal in Ruhe überdenken anstatt blind dem Ergebnis des Modells/Tools zu vertrauen.
Ich werde in einigen folgenden Postings ausgewählte Modelle aus meiner Beratungspraxis zeigen. Dabei möchte ich Anregungen geben, die helfen a) besserer Entscheidungen für sich selbst zu treffen und b) bessere Entscheidungen im Team zu treffen.

Wer auf diese Beiträge nicht warten möchte, dem sei das kleine und feine Buch:”50 Erfolgsmodelle” empfohlen.

Hier finden Sie bereits einige der Modelle die ich – vielleicht etwas abgewandelt und ergänzt – in den folgenden Wochen und Monaten vorstelle.

17. Oktober 2008

The Back of the Napkin: Probleme analysieren, visualisieren, verstehen und lösen

Any Problem can be made clearer with a picture…

Dan Roam beschreibt in seinem genialen Buch: „The Back of the Napkin“ wie er herangeht um Probleme zu analysieren, zu verstehen, zu lösen und unterstützend visuell aufzubereiten.

Ein Kernprinzip dabei ist seine 6-W-Methode.
Die von Roam präsentierten 6 Ws scheinen zunächst banal: Man könnte fast sagen, das habe ich doch schon im 1.-Hilfe-Kurs für den Führerschein gelernt, diese W-Fragen.

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Beim Lesen des Buches bekommen diese 6 Fragen jedoch eine bestechende Genialität.

Den ganzen Beitrag lesen

29. März 2008

Zum Umgang mit Portfolioanalysen in der Strategieentwicklung

Gerade komme ich von einem Meeting mit meinen Netzwerkpartnern von flow consulting. Unter anderem haben wir über den Umgang mit Portfolioanalysen als Element der strategischen Produktplanung/Strategieentwicklung gesprochen. Meine wesentlichen “Take-Aways” aus dieser Diskussion sind folgende:

Zentrale Erkenntnisse zur Nutzung von Portfolioanalysen
1) Portfolios beinhalten eine stark subjektive Betrachtungsweise: Ob z.B. das Marktvolumen als positiv oder negativ gedeutet wird, hängt stark von den Erstellern des Portfolios ab. Wo Pessimisten eher eine geringe Punktzahl vergeben würden sehen Optimisten keine Probleme. Im Endergebnis wirken Portfolioanalysen allerdings erstaunlich (gefährlich) objektiv!
2) Portfolioanalysen machen lediglich Relationen deutlich. Sie helfen lediglich, besser zu verstehen, wie gut verschiedene Produkte/Dienstleistungen/Zustände im Verhältnis zueinander stehen.
3) Die aus der Portfolioanalyse linear abgeleiteten Normstrategien sind daher mit Vorsicht zu genießen. Es ist stets wichtig zu wissen, mit welchem Mindset die Analyse ausgefüllt wurde:
a) Pessimistenlösung: Hier besteht die Gefahr, dass die Ergebnisse sehr nah beieinander liegen und alles mehr oder weniger gleich schlecht ist.
b) Optimistenlösung: Insgesamt wird natürlich alles besser bewertet, die Spreizung zwischen den verschiedenen betrachteten Produkten/Aspekten ist zudem meist höher als bei den Pessimisten.
c) Extremistenlösung: Ist gerade trendy. Hier wird eine bewusst hohe Spreizung gewählt, um Unterschiede möglichst stark darzustellen. Das wiederum kann dazu führen, dass einige Aspekte/Produkte überbewertet und andere dafür unterbewertet werden.
4) Für eine Strategieableitung ist die Portfolioanalyse alleine daher bei weitem nicht ausreichend.

Wesentlich fundierter ist folgende kombinierte Vorgehensweise zur Strategieentwicklung:
1. Geschäftsfeld- und Umfeldanalyse
2. Portfolioanalyse mit mehreren Portfolios (Produkte, Personal, Prozesse etc.)
3. Szenariotechnik (um die Zukunft und den Möglichkeitscharakter zu berücksichtigen)
4. SWOT-Analyse (um die verschiedenen erarbeiteten Strategiemöglichkeiten zu bewerten)

Buchtipp:
Zum guten Schluss noch ein Buchtipp für alle, die sich mit Portfolios und Strategischem Management näher und tiefer beschäftigen möchten: Strategisches Management von Müller-Stewens/Lechner.
Auch wenn dieser 2-Kilo-Schinken stellenweise etwas trocken und universitär daher kommt: Dieses Buch bietet eine umfassende und wissenschaftlich fundierte Gesamtschau über alle Belange des strategischen Managements. Es lohnt sich!

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