Seth Godin zu Leadership und Charisma
“Charisma doesn’t make you a leader, leading gives you charisma.”
Seth Godin im Interview bei Copyblogger
“Charisma doesn’t make you a leader, leading gives you charisma.”
Seth Godin im Interview bei Copyblogger
Als Berater und Coach arbeite ich viel und gerne mit ausgewählten Modellen und Tools, die helfen Entscheidungen zu erleichtern und in ihrer Qualität zu verbessern.
Modelle sind eine große Hilfe, weil sie die Komplexität eines Problems reduzieren und es somit leichter bearbeitbar machen.
Ja, und da liegt natürlich auch das Risiko: Wenn wir Komplexität reduzieren, wird es immer die Gefahr geben, diese zu stark zu reduzieren oder wichtige Aspekte auszublenden.
Deshalb ist es wichtig, möglichst viele Modelle zu kennen um dann – je nach Situation – das richtige auszuwählen oder verschiedene zu kombinieren. Denn erst durch seine Passung wird ein Modell zum sinnvollen Werkzeug – zum Tool, das uns hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.
Wer nur einen Hammer kennt, reduziert jedes Problem auf zuschlagen oder nicht zuschlagen.
Und: Auch wenn laut Modell die Lösung X richtig wäre, unsere Intuition/unser Bauchgefühl aber für Y spricht, sollten wir dies ernst nehmen und das Ganze noch einmal in Ruhe überdenken anstatt blind dem Ergebnis des Modells/Tools zu vertrauen.
Ich werde in einigen folgenden Postings ausgewählte Modelle aus meiner Beratungspraxis zeigen. Dabei möchte ich Anregungen geben, die helfen a) besserer Entscheidungen für sich selbst zu treffen und b) bessere Entscheidungen im Team zu treffen.
Wer auf diese Beiträge nicht warten möchte, dem sei das kleine und feine Buch:”50 Erfolgsmodelle” empfohlen.
Hier finden Sie bereits einige der Modelle die ich – vielleicht etwas abgewandelt und ergänzt – in den folgenden Wochen und Monaten vorstelle.
Im folgenden Video haben Sie die Möglichkeit acht Präsentations-Schlüsseltechniken von Steve Jobs kennen zu lernen.
1) Benennen Sie das Thema auf eine spannende und interessante Weise.
2) Machen Sie es einfach Ihnen zu folgen.
Geben Sie eine klare Struktur, eröffnen und schließen Sie jeden Abschnitt deutlich und bringen Sie eine klare Überleitung zwischen den Abschnitten.
3) Nutzen Sie, auch wenn Sie vielleicht ein eher sachlicher Typ sind, pointiert emotionale Sprache: “Wahnsinn, cool, unglaublich, genial!”
4) Geben Sie Zahlen eine Bedeutung. “Was bedeutet 20.000.000?”
5) Nutzen Sie Grafik und Bilder anstelle von Bullet Points und Text
6) Trauen Sie sich, Ihre Zuhörer zu unterhalten und Showelemente zu nutzen. Sie werden es Ihnen danken!
7) Üben sie Ihre Präsentation
8) Geben Sie am Ende einen Bonus: “One more thing – Eine Sache habe ich noch!”
Mein amerikanischer Kollege Carmine Gallo zeigt und erläutert Ihnen jetzt im Video diese Schlüsseltechniken – natürlich “very american” – aber eben auch sehr präzise und nachvollziehbar. Viel Spaß beim gucken und ausprobieren!
Immer deutlicher wird, dass viele der irrsinnig anmutenden Handlungen die in den letzten Jahren in Banken und Unternehmen begangen wurden durch falsche Bonussysteme angeregt wurden.
Und – bisher hat sich da noch nicht viel geändert.
Bereits in den 80er Jahren ging es der Bank of America schlecht, da viele Kredite an Südamerikanische Länder faul waren. Die Manager, die diese Kredite vergeben haben, erhielten einen Bonus, der an die Höhe der vergebenen Kredite gekoppelt war. Nicht an der Tilgung.
Bei der kranken amerikanischen Häuserfinanzierungsbank Funnie Mae, bei der Menschen einen Kredit bekommen haben, die in Deutschland nicht einmal eine EC-Karte bekommen hätten, sieht das genauso aus: Die Mitarbeiter erhalten variable Gehaltsanteile, die sich an der Höhe der vergebenen Kredite bemessen. Nicht an der Tilgung.
Auch in deutschen Banken und Unternehmen gibt es viele solcher gefährlichen Bonsussysteme.
Wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus?

Sind die Mitarbeiter schuld?
Die Orientierung an persönlichen Boni, die unsinnig für das langfristige Wohl des Unternehmens sind – kann man diesen Mitarbeitern daraus einen Vorwurf machen? Ich denke nein. Diese Menschen handeln einfach nur systemkonform und machen ihren Job “richtig”.
Wie kommt es nun, dass wir immer noch so viele schlechte Bonussysteme haben und was kann man tun um dies abzustellen?
“The trouble with most of us is that we would rather be ruined by praise than saved by criticism.”
Ich finde es sehr wichtig, Menschen positives, konkretes Feedback für gute Leistungen zu geben.
Und ich gebe Herrn Peale recht. Manchmal braucht man ein klares kritisches Feedback um Dinge wirklich grundsätzlich zu überdenken und größere Fehler zu vermeiden.
Dabei funktioniert aber das Eine nur mit dem Anderen: Chefs die nur kritisieren, werden von ihren Mitarbeitern schnell als demotivierende “harte Hunde” die zu wenig fördern und unterstützen wahrgenommen. Chefs die nur loben, erscheinen schnell oberflächlich und wenig kompetent.
Investieren Sie jeden Tag aufs neue genügend Zeit, um Ihre Mitarbeiter gut zu beobachten um dann zeitnah und ausgewogen Feedback zu geben.
Mitarbeiter entwickeln Sie durch Ihr Feedback – und manchmal müssen Sie sie auch durch Ihr Feedback schützen.
…war natürlich wesentlich emotionaler und umfassender als der Vorschlag von John Kotter, den ich vor ein paar Tagen hier gebloggt hatte.
„Ein Kardinalfehler im Privat- wie im Geschäftsleben: nicht die angemessene Lösung suchen, sondern stets die optimale.“
In seinem Buch “Du bist die Entscheidung” ermuntert Urs Meier den Leser, sich selbst mehr zu vertrauen und nach dem alten Motto: Lieber eine als keine Entscheidung zu verfahren.
Das ist keine wirklich neue Weisheit – aber interessant das Altbekannte aus dem Blick eines ehemaligen Top Schiedsrichters zu lesen, dessen Beruf ja in erster Linie im Entscheiden (und zwar unter Stress in kürzester Zeit) bestand.
John Kotter, einer der großen amerikanischen Change Management Experten, hat eine fiktive Antrittsrede des neuen amerikanischen Präsidenten veröffentlicht.
Die Rede dreht sich im Kern natürlich um die Lösung der ökonomischen Krise.
Sie besteht aus 5 Elementen, die in so gut wie jeder Rede zu einer kritischen Situation passen:
1) Eröffnung mit Kernbotschaft:
Keine weiteren Schuldzuweisung, keine weiteren wilden Pläne, Sondermeetings, Sonderpresseerklärungen. Stattdessen verantwortliches Handeln von allen.
2) Ernsthaftigkeit verdeutlichen:
Dies ist eine Krise, von der wir nicht sicher sagen können, was uns noch erwartet und der wir jetzt vereint begegnen müssen.
3) Motivation und Zuversicht geben:
Wir werden es schaffen! Wir haben schon andere Krisen gemeistert!
4) Krise als Chance begreifen:
Lasst uns den Horror nutzen, um daraus etwas besseres zu schaffen.
5) Schluss-Appell (und dabei selbst ein Beispiel sein):
Ich fange sofort morgen nach dem Aufstehen mit der Arbeit an. Und ich feuere Euch an, es mit mir zu tun!
Ich bin gespannt, was – wie ich hoffe – Mr. Obama am 5. November wirklich sagen wird!
Update: Hier die tatsächliche Rede von Barack Obama
Any Problem can be made clearer with a picture…
Dan Roam beschreibt in seinem genialen Buch: „The Back of the Napkin“ wie er herangeht um Probleme zu analysieren, zu verstehen, zu lösen und unterstützend visuell aufzubereiten.
Ein Kernprinzip dabei ist seine 6-W-Methode.
Die von Roam präsentierten 6 Ws scheinen zunächst banal: Man könnte fast sagen, das habe ich doch schon im 1.-Hilfe-Kurs für den Führerschein gelernt, diese W-Fragen.

Beim Lesen des Buches bekommen diese 6 Fragen jedoch eine bestechende Genialität.
Gerade sitze ich im Zug von München nach Braunschweig und höre eine CD von Michael E. Porter et al, welche der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Managers beigelegt ist. Die Autoren berichten eigene Erfahrungen aus ihrem Seminar „New CEO Workshop“ an der Harvard Business School. Aus diesem Seminar für Top Führungskräfte generieren sie sieben zentrale und teilweise zunächst paradox klingende Erfolgserkenntnisse für CEOs, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
1) Sie können ein Unternehmen nicht alleine leiten
Viele neue CEOs wollen zu viel mitmischen und werden dann von der Menge der neuen Aufgaben überwältigt. Interviews mit Journalisten, Besprechungen mit Politikern, der Board, Analysten und weitere Stakeholder müssen betreut werden. Das alles ist neu und kostet extrem viel Zeit in der Vorbereitung.
Wenn CEOs aus dem eigenen Unternehmen aufgestiegen sind, fällt es ihnen schwer, sich genügend aus den operativen Details herauszuhalten. Kommen sie von außen, haben sie Probleme die Unternehmensprozesse zu durchblicken.
