leadershipwissen.de

das simonconsult weblog

Archiv der Kategorie ‘Bücher und Artikel‘


19. Februar 2009

Studie: Was schützt vor Burnout?

Meine Kollegen von Navo-Consulting haben eine Burnout-Studie erstellt.
Leitfrage der Studie: Welche Kompetenzen sind notwendig, um Burnout im Ansatz zu vermeiden?
Dazu führten sie von Mai bis August 2008 telefonische Interviews mit 52
Führungskräften aus dem oberen und mittleren Management sowie HR Experten durch.
Das Ergebnis: Die Autoren schlagen vor, acht Kompetenzen zu entwickeln um die persönliche Anfälligkeit für Burnout zu verringern.

iStock_000003556373Small.jpg

1) Reflexionskompetenz
Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit um über das eigene Verhalten und die eigenen Wirkung nachzudenken.

2) Kurzzeit-Entschleunigungs-Kompetenz
Nehmen Sie sich kleine Auszeiten um runter zu kommen. Einige Minuten aktive Entspannung, ein Spaziergang nach der Mittagspause…

3) Wahrnehmungs-Kompetenz
Wie geht es Ihnen jetzt? Lernen Sie Ihren Körper, die eigene Gefähls- und Seelenlage besser zu erkennen und zu verstehen. Was brauchen Sie jetzt?

4) Sich-helfen-lassen-Kompetenz
Nobody is perfect: Sie müssen nicht mit allem selbst klarkommen können. Ein guter Freund oder vielleicht auch ein professioneller Coach sind wertvoll. Sich helfen lassen können ist eine Stärke, keine Schwäche.

5) Werte-Kanon-Kompetenz
Was ist mir wichtig? Was macht mich glücklich? Lernen Sie Ihre Werte kennen und tragen Sie Sorge, dass Sie auch beruflich nach Ihren Werten handeln!

6) Prioritäten-setzen-Kompetenz
Ohne gutes Zeitmanagement sind Sie ein hilflos Getriebener. Definieren Sie klar Ihre Prioritäten und handeln Sie danach. Entscheiden Sie, wann und warum Sie ja oder nein sagen.

7) Realistische-Selbsteinschätzung-Kompetenz
Menschen die sich gut kennen und ihre Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen können leben länger und gesünder – nicht nur beim Bergsteigen. Boreout – Flow oder Burnout? Unter- oder Überfordern Sie sich tendenziell?

8) Interesse-an-persönlichem-Wachstum-Kompetenz
Menschen, die neugierig und offen durch die Welt gehen und Freude am lernen und der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit haben, gehen mit Veränderung und Druck gelassener und positiver um. Wann haben Sie das letzte Mal etwas für sich und Ihr persönliches Wachstum getan?

Nehmen Sie sich doch jetzt etwas Zeit und bewerten Sie auf einer Skala von 1-5, wie weit bei Ihnen diese acht Kompetenzen entwickelt sind.

Die komplette Studie gibt es hier.

10. November 2008

Urs Meier schreibt:

„Ein Kardinalfehler im Privat- wie im Geschäftsleben: nicht die angemessene Lösung suchen, sondern stets die optimale.“

In seinem Buch “Du bist die Entscheidung” ermuntert Urs Meier den Leser, sich selbst mehr zu vertrauen und nach dem alten Motto: Lieber eine als keine Entscheidung zu verfahren.

Das ist keine wirklich neue Weisheit – aber interessant das Altbekannte aus dem Blick eines ehemaligen Top Schiedsrichters zu lesen, dessen Beruf ja in erster Linie im Entscheiden (und zwar unter Stress in kürzester Zeit) bestand.

22. Oktober 2008

Nancy Duarte: What it takes to create a killer Presentation

Gerade entdeckt: Die Videobuchvorstellung von Nancy Duarte zu ihrem Buch Slide:ology.
Wenn Sie grad an einer Rede sitzen oder öfters welche halten und dabei auch mit Visualisierung arbeiten, lohnt sich das 5 1/2 min. Video (Video nach dem Klick).

Bild 1.png

Den ganzen Beitrag lesen

17. Oktober 2008

The Back of the Napkin: Probleme analysieren, visualisieren, verstehen und lösen

Any Problem can be made clearer with a picture…

Dan Roam beschreibt in seinem genialen Buch: „The Back of the Napkin“ wie er herangeht um Probleme zu analysieren, zu verstehen, zu lösen und unterstützend visuell aufzubereiten.

Ein Kernprinzip dabei ist seine 6-W-Methode.
Die von Roam präsentierten 6 Ws scheinen zunächst banal: Man könnte fast sagen, das habe ich doch schon im 1.-Hilfe-Kurs für den Führerschein gelernt, diese W-Fragen.

messer.gif

Beim Lesen des Buches bekommen diese 6 Fragen jedoch eine bestechende Genialität.

Den ganzen Beitrag lesen

1. April 2008

Wie gehe ich mit zu vielen Emails um?

Angeregt durch ein Coaching letzte Woche und durch die immer wieder rege Mail-Diskussion in Seminaren zum Thema Workload Management greife ich hier das Thema Email Management auf.

Emails sind Segen und Horror zugleich, da sie Informationsflüsse stark vereinfachen und gleichzeitig eben auch Grund für Überinformation und permanente Unterbrechungen sind.

Grundsätzlich gibt es 3 aktuell diskutierte, mehr oder weniger sinnvolle Möglichkeiten mit hohem Mailverkehr zu verfahren.

Die David Allen Methode:
David Allen stellt in seinem Buch „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ (engl. Original: Getting Things Done“ eine kluge und wirkungsvolle Methode zum Umgang mit Emails vor:
_Sofort selbst erledigen. Prämisse: Es dauert nicht länger als 2 Minuten
_Bearbeitung an passenden Mitarbeiter delegieren und Email in einen Ordner namens @wartenauf ablegen)
_Bearbeitung Aufschieben auf definierten Zeitpunkt (Vermerk in Planer setzen und Email in einen Ordner mit dem Namen @Action verschieben)
Alle anderen Mails, die keiner Handlung bedürfen werden ignoriert/gelöscht. Charmant ist, dass Sie so immer eine vollständig bearbeitete Inbox haben.

iStock_000000326289XSmall.jpg

Die klassische Ordner-Methode
Diese veraltete Methode empfiehlt z.B. Lothar Seiwert und beruft sich dazu auf einen Intel Manager. Der Rat lautet, jede Mail in einen speziellen Ordner ihrer Wahl, ähnlich der Idee von Aktenordnern zu packen (also Kundennahmen, Projektnamen etc.). Ich rate hiervon allerdings stark ab, da es häufig Emails geben wird, die in mehrere Ordner passen könnten oder aber in keinen so richtig. Letztendlich verlieren Sie sich vermutlich in dieser Organisation. Der alte Grund, dass Mails so schnell wieder gefunden werden zählt nicht mehr, da die Suchfunktionen der Mailprogramme so gut sind, dass sie eine ordnerbezogene menschliche Suche übertreffen.

Die Zeitfenster-Methode
Aktuell in der Diskussion und sogar als Emailsignatur in Verwendung, lautet hier der Ratschlag Emails nur noch zweimal täglich, nämlich um 12:00 und 16:00 zu lesen und niemals den Tag mit dem Lesen von Mails zu beginnen. So vermeiden Sie es, den Tag mit dem reaktiven Schreiben von Mails zu verschwenden und schaffen mehr von den Dingen, die wirklich wichtig sind. Darauf, so der Autor und Promotor dieser Methode, Timothy Ferris, sollten sie allerdings Ihre Kollegen und Kunden vorbereiten indem Sie ein Auto-Reply schicken, dass dies ankündigt.

Fazit:
Je nachdem, welchen Job Sie haben, passt das ein oder andere hier vorgeschlagene besser oder schlechter.
Wenn Sie z.B. in einem IT-Support-Center arbeiten, werden Ihre Kunden wohl kaum Verständnis für die Zeitfenster-Methode haben. Auch mag es Fälle geben in denen die Ordnermethode hilfreich ist – allerdings sollten Sie dann Ihre IT fragen, wie Sie Ordner so konfigurieren, dass Emails automatisch in bestimmte Ordner einsortiert werden.

Neben dem effizienten Umgang mit erhaltenen Emails sollten Sie natürlich auch dafür sorgen, insgesamt weniger Mails zubekommen. Besprechen Sie im Team, wer wirklich was wissen muss und dazu in welchem Verteiler stehen sollte. Nutzen Sie ein Info Brett anstelle vieler Rundmails.

Wie mache ich es?
Der für mich persönlich sinnvollste Weg ist die David Allen Methode, da sie eine gute Struktur gibt, um nichts zu vergessen und gleichzeitig schlicht und schnell in der Anwendung ist. Ich kombiniere dies dann mit einer weniger rigiden Version der Zeitfenstermethode indem ich höchstens alle zwei Stunden in meine Mails gucke.
Wichtig ist hierbei, dass Sie die nervigen Alarme von Outlook und Co abstellen – sonst kann es schwer werden, der eigenen Neugier zu widerstehen!

Buchtip zum Thema Selbstmanagement
Im Buch von David Allen: “Wie ich die Dinge geregelt kriege – Selbstmanagement für den Alltag” geht es natürlich um wesentlich mehr als Emails. Es ist für mich momentan das beste Buch zum Thema Selbstmanagement, da es einen sehr strukturierten, nicht zu aufwändigen und damit wirklich praktikablen Ansatz vermittelt.

3. April 2007

Wie können wir Strategien so konkret kommunizieren, dass sie auch verstanden werden?

Strategien sind geklopfte Lieder ohne Melodie

Im Harvard Business Manager (Feb. 2007, S. 114 f.) beschreiben die Brüder Chip und Dan Heath warum es vielen Managern schwer fällt, ihre Strategien und Ideen verständlich zu formulieren und zeigen gleichzeitig, wie es besser gehen kann.

Um das zugrunde liegende Problem zu illustrieren, verweisen die Autoren auf ein Experiment der Psychologin Elizabeth Newton: Den Klopftest.

Den ganzen Beitrag lesen

logo